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Schwammbefall auf Holz

Bauschadenbewertung Altbau. Von allen holzzerstörenden Pilzen ist der Hausschwamm der gefährlichste Feind des Holzes.

Von ihm wird vorzugsweise Holz befallen, das feucht und von Licht und Luft abgeschlossen ist oder in feuchte Bauteile eingebaut wurde. Auch feuchte Füllstoffe für die Holzbalkendecke können Ursache des Schwammbefalls sein.

Aus den Sporen des Hausschwamms bildet sich zunächst ein Gewebe, Mycel genannt, das durch seine Stränge über Mauerwerk hinweg oder durch Mauerfugen hindurch weit entfernt liegendes Holz angreifen kann. Aus dem Mycel bildet sich unter günstigen Lebensbedingungen (Feuchtigkeit) der bis zu 2 cm dicke, fleischige Fruchtkörper von dunkler Farbe mit rostfarbenen Sporen.

Das vom Hausschwamm befallene Holz hat einen modrigen Geruch und zerfällt in rotbraune Würfel, da das Holz in der Breite und in der Länge schwindet. Die Gefährlichkeit des Hausschwamms besteht vor allen Dingen darin, dass er die für seine Lebensfähigkeit nötige Feuchtigkeit durch die Mycelstränge aus abgelegenen Bauteilen herbeiholt oder das Holz durch seine Atmung selbst feuchthalten kann. Durch ein Austrocknen des von ihm befallenen Holzes kann der Hausschwamm daher nicht vernichtet werden!

Günstige Bedingungen für den Beginn des Wachstums findet der Hausschwamm bei 35 bis 60 % Holzfeuchtigkeit. Der Hausschwamm ist an seinem Fruchtkörper zu erkennen. Eine innen liegende gelbliche Fruchtschicht ist gewunden bis faltig und hat einen abschließenden, gekräuselten Rand.

Aber Vorsicht. Je nach Wachstumsbedingungen kann der Fruchtkörper auch in stark abgewandelter und dunkler Form auftreten. Bei einem Verdacht auf einen Hausschwamm sollte man daher einen Holzschutz-Spezialisten für die Bestandsaufnahme beauftragen. Er wird die vorgefundene Substanz augenscheinlich prüfen. Er wird in gefährdeten Bereichen einige Baufenster zur Kontrolle öffnen lassen. Er will Balkenköpfe, Holzbauteile in Küchen, WCs und Bädern geprüft wissen. Der Sachverständige erkennt dann, wenn ein Abbau der Zellulose beim Holz vorliegt an dem erkennbaren Würfelbruch, eine Rissbildung quer und parallel zur Holzfaser. Der Echte Hausschwamm verursacht einen gröberen Würfelbruch. Die verschiedenen Hausschwammarten haben eines gemein:

Der Befall zeichnet sich mit einer Braunfärbung des Holzes ab. Dies hat man beim Echten Hausschwamm (Serpula lacrymans), beim Weißen Porenschwamm (Antroida vaillantii) oder dem braunen Keller- oder Warzenschwamm (Coniophora puteana) beobachtet. Man nennt dies auch Braunfäule. Die Braunfäule resultiert aus dem Abbau der hellen Cellulose im Holz.

Der Sachverständige muss vor Ort immer mehrere Merkmale zur sicheren Pilzbestimmung prüfen. Die Myzelstränge vom Echten Hausschwamm sind beispielsweise silbrig-grau und 7 mm stark und auch stärker! Lässt sich ein Pilz nicht eindeutig bestimmen ist eine mikroskopische Untersuchung erforderlich.

Warum muss man diesen Aufwand betreiben? Weil man nur so gemäß DIN 68800-4 die geeignete Sanierungsmethode festlegen kann. DIN 68800-4 = Holzschutz-Teil 4, Bekämpfungsmaßnahmen und Sanierungsmaßnahmen zur Bekämpfung eines Befalls durch Holz zerstörende Pilze bei verbautem Holz und Holzwerkstoffen.

Eine Schwammsanierung ist aufwändig weil man Sicherheitsabstände beim Ausbau des befallenen Holzes einhalten muss. Ausgebaute Teile müssen direkt entsorgt werden. Der Holzschutz-Sachverständige sollte die Sanierung begleiten und dokumentieren.

Wikipedia: Echter Hausschwamm