Baugutachter Immobilienbewertung
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Seit über 32 Jahren Ihr kompetenter Bausachverständiger für Immobilienberatung - Immobilienverkauf - Wertermittlung - Wertgutachten - Immobiliengutachter - Hauskaufberatung Rheinhessen, Rheingau, Taunus, Pfalz, Wetterau, Rhein-Main-Neckar, Odenwald. Mainz, Wiesbaden, Frankfurt, Bad Homburg, Bad Nauheim, Bad Kreuznach, Bingen... PLZ 55, 56, 60, 61, 63, 64, 65, 66, 67, 68 und PLZ 69.

Bausachverständiger hilft bei der Bauabnahme, Hausabnahme und Hausübergabe

Auch für eine Wohnungsübergabe ist es sinnvoll einen Bausachverständigen mit der Prüfung der Wohnung zu beauftragen. Das Übergabeprotokoll ist wichtig.

Welche Punkte interessieren den Baugutachter bei einer Hausabnahme und Wohnungsabnahme?

Nachstehend ein paar Beispiele. Bei einem Haus mit Keller: Ist die Baugrund Beschaffenheit bekannt? Sind Grundwasser oder Schichtenwasser vorhanden?

Ist der Wasseranfall bekannt oder langfristige Wasserstände? Ist eine Dränage geplant und eine Dränanlagen-Planung vorhanden? Ist die Ableitung von Dränagenwasser baurechtlich geklärt? Ist die Dränschicht versickerungsfähig? Wird eine Dränagepumpe benötigt? Hat die Dränageleitung ein ausreichendes Gefälle? Wo liegt der Hochpunkt der Dränage? Wurden Dränageplatten nach Herstellervorschrift eingebaut? Ist die Dränageleitung in ein Kiesbett mit Geotextil filterfest eingelegt? Sind Spülrohre an allen Richtungswechseln vorhanden?

Ist bei der Sickerschicht die Durchlässigkeit ausreichend? Sind Revisionsschächte für die Dränage vorhanden? Sind Beton-Lieferscheine als Nachweis für eingebaute Betongüten, Festigkeitsklassen und Zuschläge, vorhanden?

Wurde bei einer weißen Wanne die Mindestbauteildicke eingehalten? Wie hoch ist der Wassereindringwiderstand, der Zementgehalt? Wurde die Bewehrung laut Bewehrungsplan eingebaut? Ist die Betonüberdeckung ausreichend?

Wurden Dehnungsfugen fachgerecht mit Fugenbändern ausgeführt? Wurden Balkonplatten mit thermischer Trennung eingebaut - Stichwort Schöck Isokörbe?

Bei Natursteinarbeiten auf einer Fußbodenheizung: Liegen das Aufheizprotokoll der Fußbodenheizung, sowie das Protokoll der Prüfung der Belegreife vor? Ist der hydraulische Abgleich der Heizung erfolgt? Sind Kanten beschädigt? Abplatzungen oder Einschlüsse vorhanden? Sind die Bodenplatten eben verlegt? Sind Überzähne und Stolperfallen vorhanden? Wurde die vereinbarte Rutschfestigkeitsklasse eingehalten? Ist die umlaufende Randfreiheit sichergestellt und entsprechend dauerelastisch versiegelt? Sind Installationsauslässe sauber und komplett mit Rosetten abgedeckt?

Wurde die Dachneigung laut Plan ausgeführt? Entspricht der Sparren- und Lattenabstand der Statik? Sind Gauben in der richtigen Position? Wurden Holzquerschnitte und Verbindungsmittel laut Statik ausgeführt? Wurden Abstände von Spritzwasserzonen eingehalten? Sind die Windrispenbänder richtig gespannt? Ist der Dachüberstand parallel und gleichmäßig? Sind Sturmklammern eingebaut worden?

Nach welchem Lastfall und nach welche Norm wurde die Hausabdichtung ausgeführt? Wurde die Abdichtung in Bezug auf Oberkante Belag 15 cm hoch an aufgehenden Bauteilen hochgeführt? Ist in Lichtschächten eine rückstaufreie Entwässerung sichergestellt?

Sind Trittsteine auf dem Dach für den Schornsteinfeger erforderlich? Wurde bei Dachflächenfenstern firstseitig eine durchgehende Folienrinne mit Entwässerung in benachbarte Sparrenfelder eingebaut? Und seitlich eine Folienaufkantung zum Eindeckrahmen? Wurde bei einer verdeckt liegenden Dachterrasse / Balkon ein Notüberlauf eingebaut?

Bei der Übergabe müssen alle Garantiehinweise, Betriebsanleitungen, Hinweise zur Lüftung und alle Wartungshinweise und Pflegeanweisungen sowie eine Handwerkerliste vorliegen.

Der Bausachverständige wird die ausgeführten Gewerke sorgfältig prüfen und sichtbare Mängel aufzeigen.

Hilfe bei der Bauabnahme benötigt? Gern überprüfen wir auch Ihr Haus oder Ihre Wohnung vor der geplanten Übergabe. Kosten Hausabnahme/Wohnungsabnahme

Können Sie Toleranzen im Hochbau bewerten? Jeder Bauherr erwartet beim Hausbau ein gerades Haus ohne Unebenheiten. DIN 18202 gibt Grenzabweichungen für Maße sowie Grenzwerte für Winkelabweichungen, Ebenheitsabweichungen und Fluchtabweichungen bei Stützen für Bauwerke und deren Teile vor.

Warum sollten Handwerker beim Hausbau möglichst genau arbeiten? Die Einhaltung von Toleranzen beim Hausbau ist erforderlich, um bei Fertigung und Montage die vorgesehene Funktion zu erfüllen und das funktionsgerechte Zusammenfügen von Bauwerken und Bauteilen von Rohbau und Ausbau ohne Anpassarbeiten und Nacharbeiten zu ermöglichen. Die Einhaltung von Maßtoleranzen soll das reibungslose Ineinanderfügen unterschiedlicher Gewerke ermöglichen.

100 Prozent genau kann niemand arbeiten. Bereits beim Einmessen und Vermessen können die ersten Fehler entstehen. Beim Hausbau lassen sich oftmals folgende Abweichungen feststellen: Unebenheiten, Kantenüberstände, Absätze an Bauteilanschlüssen, Anschluss Estrich an Treppenstufe, Betonüberdeckung, mangelhafte Oberfläche, Bodenwellen, Verformungen, Winkelabweichungen, Planabweichungen – Raum zu klein oder zu groß, Raumhöhe nicht passend, Beurteilung von Rissen, Kratzern und Verschmutzungen, Luftspalten an Türzargen, unebene Fliesenverlegung usw.

Maßabweichungen sind beim Bauen nicht zu verhindern. Sie können aus Fehlern von Handwerkern, Verformungen aus Temperatureinwirkungen und Feuchtigkeitseinwirkungen, materialbedingt oder durch den Herstellungsprozess und weiteren Parametern verursacht sein.

Der Baugutachter stellt bei der Überprüfung der Bauqualität vor Ort fest, ob Maßtoleranzen eingehalten wurden oder nicht. Er erkennt ob Unregelmäßigkeiten als unvermeidbar und hinnehmbar einzustufen sind und wo Nachbesserungen wegen mangelhafter Ausführung erforderlich sind und verlangt werden können.

Welche Gewerke werden in der DIN 18202 behandelt? Betonarbeiten, Betonwerksteinarbeiten, Bodenbelagsarbeiten, Bohrarbeiten, Dachdeckungsarbeiten, Dachabdichtungsarbeiten, Dränarbeiten, Versickerarbeiten, Elektroinstallationen, Erdarbeiten, Estricharbeiten, Fliesenarbeiten und Plattenarbeiten, Gerüstarbeiten, Gussasphaltarbeiten, Heizungsinstallationen, Holzpflasterarbeiten, Klempnerarbeiten, Malerarbeiten, Lackierarbeiten, Maurerarbeiten, Metallbauarbeiten, Naturwerksteinarbeiten, Parkettarbeiten, Putzarbeiten und Stuckarbeiten, Rammarbeiten, Rüttelarbeiten und Pressarbeiten, Sanitärinstallationen, Stahlbauarbeiten, Tapezierarbeiten, Tischlerarbeiten, Trockenbauarbeiten, Verglasungsarbeiten, Verkehrswegebauarbeiten, vorgehängte hinterlüftete Fassaden, Wärmedämm-Verbundsysteme, Zimmerarbeiten und Holzbauarbeiten.

Die zulässigen Maßtoleranzen der oben genannten Gewerke sind in der DIN 18202 detailliert beschrieben. Jeder Handwerker sollte die zulässigen Toleranzen für seine Gewerke aus dem FF kennen. Manchmal kommen Toleranzen aus der Produktion von Baumaterialien zustande. Beim Mauerwerk kann es vorkommen das kein Stein dem anderen gleicht. Dann muss der Maurer vor Ort entscheiden wie er dies ausgleicht. In jedem Fall sollte er den Bauherren informieren wenn er merkt, dass durch die Steine ein Mehraufwand an Putz erforderlich wird. Der Putzer wird dies sofort bemerken und schiebt es auf den Maurer. Bei den Fliesenarbeiten kam es in der Vergangenheit öfter zu größeren Abweichungen von den zulässigen Toleranzen. Hier hat der Bauherr ein nicht wiederlegbares Argument: Das muss ich mir jetzt jeden Tag und ein Leben lang ansehen. Auch beim Einbau von Innentüren kann viel schief gehen. Wird zu viel Schaum in die Hohlräume gesprüht, kann es zur Deformation der Zarge kommen. Oftmals sind es die nicht passgenauen Gehrungen die optisch stören oder der unterschiedliche Abstand der Zarge zur Wand. In letzter Zeit werden auch Aufschlagsrichtungen verwechselt. Dies ist oft unverständlich, da nach dem Rohbau der Elektriker Kabel, Steckdosen und Schalter einbaut und somit klar zu erkennen ist wie herum eine Tür aufschlagen muss.